Die Verbindungsrampe von Spiez nach Wimmis wird für elf Wochen gesperrt.
Im Rahmen der Gesamterneuerung der A6 zwischen Thun-Süd und Spiez sowie dem Zubringer Simmental werden auch sämtliche Brücken- Über und Unterführungen saniert. Bei der Verzweigung Lattigen überquert die Verbindung von Spiez in Richtung Wimmis auf einer Überführung die A6. Diese Überführung wird ebenfalls umfassend saniert. Unter anderem werden die Fahrbahnübergänge, die Werkleitungen und die Entwässerung erneuert, ein neuer Belag eingebaut sowie verschiedene Betonarbeiten durchgeführt. Aufgrund der engen Platzverhältnisse bleibt nicht genügend Platz für die Fahrspur sowie die Baustelle mit der nötigen Logistik. In einer Variantenstudie wurde der Bau einer Hilfsbrücke sowie die Sperrung mit einer Umleitung über die Kantonsstrasse vertieft untersucht. Der Bau einer Hilfsbrücke würde fast länger dauern als die Sanierung der Überführung selbst und würde auch kostenmässig in keinem guten Verhältnis stehen. Aufgrund der relativ tiefen Verkehrszahlen für diese Beziehung erwies sich eine Sperrung mit Umleitung deshalb als die vorteilhaftere Variante. Für die Sanierung der Überführung wird diese deshalb vom 31. August 2026 ab 18 Uhr bis voraussichtlich am 12. November 2026 um 18 Uhr gesperrt. In dieser Zeit ist die Verbindung von Spiez nach Wimmis über die Verzweigung Lattigen nicht möglich, der Verkehr wird über die Kantonsstrasse umgeleitet. Alle anderen Verkehrsbeziehungen bei der Verzweigung Lattigen (Wimmis --> Thun/Spiez; Thun <-->Spiez; Thun --> Wimmis) sind von der Sperrung nicht betroffen und bleiben aufrechterhalten. Die Sperrung wurde bewusst auf die Woche nach dem Seaside Festival in Spiez vom 28./29. August 2026 gelegt, um die Auswirkungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Auswirkungen auf Verkehr und Anwohnende
Der Verkehr von Spiez in Fahrtrichtung Wimmis wird während der Sperrung vom Anschluss Spiez über die Kantonsstrasse umgeleitet. Da der Simmenfluhtunnel für seine Sanierung ebenfalls gesperrt ist, wird der Verkehr in Richtung Simmental weiter über die Kantonsstrasse geführt.
Die Sperrung führt zu einer Mehrbelastung der Kreisel bei den Anschlüssen Spiez und Wimmis. Deshalb werden bei diesen Kreiseln, bei der Brücke der Kantonsstrasse über die Simme in Wimmis sowie bei zwei als Schulweg genutzten Fussgängerstreifen in Wimmis Verkehrsdienste eingesetzt. Gewisse Einschränkungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Das ASTRA empfiehlt daher, wenn möglich Randzeiten zu nutzen.
In der ersten Woche werden die Verkehrsdienste jeden Tag tagsüber eingesetzt, auch am Wochenende. Aufgrund dieser Erfahrungen werden die Einsatzzeiten und -orte wenn nötig angepasst.
Sperrung Simmenfluhtunnel
Der Simmenfluhtunnel ist für seine Sanierung seit Mitte August 2026 und noch bis voraussichtlich Ende November 2026 gesperrt. Weitere Infos dazu finden Sie im Newsletter vom 15. Juni 2026.
Bau Lärmschutzwand Leimerntunnel
Im Rahmen der Gesamterneuerung der A6 zwischen Thun-Süd und Spiez werden auch verschiedene neue Lärmschutzwände erstellt, um die Anwohnenden besser vor Lärm zu schützen. Eine Lärmschutzwand wird beim Westportal des Leimerntunnels auf der Nordseite an der A8 Richtung Interlaken erstellt. Diese befindet sich zwar ausserhalb des Projektperimeters und der Abschnitt zwischen Spiez und Interlaken wird erst ab ca. Anfang der 2030er-Jahre saniert. Um die Anwohnenden bereits jetzt vor dem Lärm zu schützen, wird der Bau dieser Lärmschutzwand jedoch vorgezogen.
Der Bau erfolgt von der Autobahn her, um die Einschränkungen auf die Anwohnenden auf ein Minimum zu reduzieren. Bis Anfang Juli 2026 finden Installations- und Vorbereitungsarbeiten statt, bevor der eigentliche Bau der Lärmschutzwand beginnt, der bis ca. Ende Oktober 2026 dauert.
Finanzierung
Die Kosten für die Sanierung des Abschnitts Thun-Süd – Spiez inklusive des Zubringers Simmental belaufen sich auf knapp 200 Millionen Franken (inkl. MwSt.). Die Ausgaben werden vollständig durch den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) gedeckt. Der NAF finanziert sämtliche Aufwendungen für den Bau, Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen. Zusätzlich unterstützt der NAF Projekte im Agglomerationsverkehr (Strassen, Velo- und Fusswege sowie Bus- und Bahnverkehr). Die Haupteinnahmequellen des NAF sind der Mineralölsteuerzuschlag, der als Bestandteil des Treibstoffpreises direkt beim Tanken bezahlt wird, die Automobilsteuer sowie die Autobahnvignette. Der NAF ist damit zu 100 Prozent nutzerfinanziert.