Zwischen Thun-Süd und Spiez werden die Arbeiten für die Sanierung der Strecke wieder aufgenommen.
Seit 2024 läuft die Gesamterneuerung der A6 zwischen Thun-Süd und Spiez. In den Jahren 2024 und 2025 wurde der Abschnitt von Thun-Süd bis Gesigen erneuert, 2026 und 2027 folgt nun der Abschnitt von Gesigen bis Spiez sowie der Zubringer Simmental. Ziel der Arbeiten ist es, sämtliche Bestandteile der Infrastruktur zu erneuern sowie den aktuellen Normen anzupassen. Diese Woche starten nach der Winterpause die Arbeiten mit dem Einrichten der geänderten Verkehrsführung. In den nächsten zwei Jahren werden unter anderem vier neue Lärmschutzwände erstellt, zwei neue Strassenabwasser-Behandlungsanlagen und ein lärmmindernder Belag eingebaut. Auch der Simmenfluhtunnel wird saniert.
Einrichten der geänderten Verkehrsführung
Während der Arbeiten werden grundsätzlich weiterhin zwei Spuren pro Fahrtrichtung angeboten. Damit nebst den Fahrspuren genügend Platz vorhanden ist für die Baustelle und die nötige Logistik, werden die Spuren versetzt und etwas weniger breit geführt. Das Einrichten respektive Umstellen der Verkehrsführung führt zu gewissen Verkehrseinschränkungen oder Sperrungen.
Im Abschnitt Gesigen – Spiez wird die Baustelle ab dieser Woche eingerichtet. Dafür kommt es im Februar zu Sperrungen einzelner Spuren, der Verkehr kann aber immer auf der Autobahn bleiben. Das Einrichten der Verkehrsführung ist teils witterungsabhängig, zudem hängen die Arbeiten auch von der Schneeräumung im Falle eines Wintereinbruchs ab. In einer ersten Bauphase wird der Pannenstreifen verbreitert und ausgebaut. Ab März startet die zweite Bauphase, in der der Mittelstreifen saniert wird, bevor dann die Fahrspuren Richtung Thun sowie anschliessend Richtung Spiez saniert werden.
Beim Zubringer Simmental laufen bereits diverse Arbeiten ausserhalb des Verkehrs. So hat etwa der Bau der Strassenabwasser-Behandlungsanlage bereits begonnen. Anfang März wird hier ebenfalls die Verkehrsführung angepasst für die Bauarbeiten. Das ASTRA informiert Ende Februar wieder über die kommenden Verkehrseinschränkungen.
Die Kosten für die Sanierung des Abschnitts Thun-Süd – Spiez inklusive des Zubringers Simmental belaufen sich auf knapp 200 Millionen Franken (inkl. MwSt.). Die Kosten werden vollständig durch den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) gedeckt. Der NAF finanziert sämtliche Aufwendungen für den Bau, Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen. Zusätzlich unterstützt der NAF Projekte im Agglomerationsverkehr (Strassen, Velo- und Fusswege sowie Bus- und Bahnverkehr). Die Haupteinnahmequellen des NAF sind der Mineralölsteuerzuschlag, der automatisch beim Tanken bezahlt wird, die Automobilsteuer sowie die Autobahnvignette. Der NAF ist damit zu 100 Prozent nutzerfinanziert.