Umwelt / Lärm

Im Rahmen der Erneuerungs­arbeiten RUTS werden diverse Mass­nahmen in den Bereichen Lärm­schutz, Gewässer­schutz, Bio­diversität und Hochwasser­schutz umgesetzt. 

Lärmschutz

Grundsätzlich bringt die Erneuerung der A6 eine spür­bare Lärm­reduktion, da die Beton­fahrbahn durch einen lärm­armen Belag des Typs “SDA 8 Klasse A” ersetzt wird. Auf Grund der Verkehrs­zunahme muss die Ein­haltung der Lärm­grenzwerte aber periodisch überprüft werden. Deshalb wurden im Rahmen der Gesamterneuerung  zwischen Rubigen und Thun-Süd diverse Lärmschutzwände ergänzt. Im Abschnitt Thun-Süd – Wimmis/Spiez sind folgende neuen Lärmschutzwände vorgesehen

  • Lärmschutzwand Bierigut (Drittprojekt), Nähe Thun
  • Lärmschutzwand Baumgarti in Wimmis
  • Lärmschutzwände Äbi und Neumatte beim Anschluss Spiez
  • Lärmschutzwand Leimerntunnel West 2 (Drittprojekt) bei Westportal Leimerntunnel

Strassen­abwasser­reinigungs­anlagen SABA

Mit der Verkehrs­zunahme auf den Auto­bahnen hat auch die Belastung des Strassen­abwassers mit giftigen Schwer­metallen und Kohlenwasser­stoffen stark zugenommen. Die heutigen Umwelt­normen verlangen deshalb, dass das Strassen­abwasser stark belasteter Strassen in einer Strassen­abwassser­reinigungs­anlage (SABA) gereinigt wird, bevor es in ein Gewässer weiter­geleitet oder im Boden versickert werden darf. Im Autobahn­abschnitt Rubigen – Thun-Nord wurden bei den Autobahn­anschlüssen Rubigen und Thun-Nord je eine SABA erstellt. Das Abwasser durch­läuft hier zwei Becken mit einem Boden aus Kies und Split, respektive Sand und Humus. Die Schad­stoffe bleiben darin wie in einem Filter hängen. Das gereinigte Wasser wird der Aare zugeführt. Der Standort auf Rest­flächen der Autobahn­anschlüsse hat den Vorteil, dass kein Kultur­land für die SABA geopfert werden muss.

Im Abschnitt Thun-Süd – Wimmis/Spiez sind bei Zwieselberg und bei den Anschlüssen Wimmis und Spiez der Bau von je einer SABA vorgesehen, die von 2024 bis 2027 realisiert werden.

 A6 SABA Thun-Nord
Der Anschluss Thun-Nord mit der SABA.