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Bauarbeiten 2021

Ökologische Massnahmen

Ökologische Massnahmen

Nebst den Arbeiten an der Strasse werden auch ökologische Mass­nahmen ergriffen. So wird eine Wildtier­unterquerung erstellt, der Hochwasserschutz verbessert und die Grundwasserwanne saniert.

 Böschung für die Wildtierunterquerung Kiesen
In diese Böschung links wird die Wildtierunterquerung zu liegen kommen.

Nicht nur die Verkehrs­teilnehmenden profitieren von der Sanierung, auch die Umwelt wird davon profitieren. So wird etwa eine Wildtier­querung erstellt, der Hochwasser­schutz der Rotache verbessert und die Grundwasserwanne saniert.

Wildtierunterquerung Kiesen

Etwas südlich des Anschlusses Kiesen wird eine Wildtier­unterquerung erstellt und so der Wildtier­korridor wiederhergestellt. Dadurch wird der Lebens­raum der Wild­tiere vergrössert und das Risiko von genetisch bedingten Krank­heiten reduziert, da sie sich einfacher mit art­fremden Populationen kreuzen können. Ausserdem fördert die Wildtierquerung die Biodiversität.

Hochwasserschutz Rotache

Weiter wird der Hochwasser­schutz der Rotache verbessert. Beim Anschluss Kiesen über­quert die Stamm­achse sowie die Ausfahrts­spur aus Richtung Thun die Rotache. Die Brücken bieten der Rotache momentan zu wenig Platz bei einem Hoch­wasser, sodass die Gefahr einer Über­flutung der Autobahn besteht. Deshalb werden die Brücken je mit einem Stau­schild in Form einer rund 1,5m hohen, gewölbten Beton­brüstung versehen. Zusätzlich führen seitlich 30 bis 40m lange Flügel­wände auf die Brücken zu. Durch die Flügel­wände in Kombination mit dem Stau­schild staut sich das Wasser bei einem Hochwasser­ereignis, wodurch sich der Stau­druck stetig erhöht. Durch den hohen Druck wird das Wasser dann unter der Brücke durch­gedrückt. Dabei räumt das Wasser zusätzlich das Geschiebe unter der Brücke weg.

Sanierung Grundwasserwanne

Die A6 grenzt zwischen Kiesen und Thun-Nord auf einer Länge von 1,5 km an das Grundwasser­schutzgebiet, aus dem die Stadt Bern den Haupt­teil ihres Trink­wassers bezieht. Die bestehenden Schutz­mauern werden saniert. Die Fahr­bahnen erhalten einen undurch­lässigen Belag, so dass eine geschlossene Grundwasser­schutzwanne entsteht. Um auch oberhalb des Schutz­gebiets den Schadstoff­eintrag auf ein Minimum zu reduzieren, werden zwischen dem Mauer­ende und dem Anschluss Thun-Nord beid­seits neben den Stand­streifen die Böschungen abgedichtet. Das Oberflächen­wasser kann nicht mehr seitlich versickern, sondern fliesst in die Strassenentwässerung.