Anschlüsse

Im Rahmen von RUTS werden wo nötig bei den Autobahnanschlüssen Massnahmen zu Verkehrs­optimierung umgesetzt. Die Verkehrs­kapazität der Anschlüsse Rubigen und Thun Nord wird verbessert. Beide Anschlüsse sind zudem Standort einer Strassen­abwasser­reinigungs­anlage (SABA).

Anschluss Rubigen

Zwei Fahrspuren pro Richtung für den motorisierten Verkehr, separater Fuss- und Veloweg, der im Brückenbereich gedeckt ist

Beim Autobahnanschluss Rubigen zeichnen sich Kapazitätsprobleme ab. Da die Kantonsstrasse zwischen den Ein- und Ausfahrtsrampen nur drei Fahrspuren hat, ist der Wartebereich für linksabbiegende Fahrzeuge relativ kurz. Ist die Abbiegespur voll, so behindern wartende Fahrzeuge den Verkehr. Die Kantonsstrasse erhält neu in beide Fahrtrichtungen zwei Spuren. Der Fuss- und Veloverkehr wird über einen abgetrennten Steg südlich der Brücke geführt. Ausserdem wird die Zufahrt zur Mühle Hunzigen vereinfacht und die Erschliessung der geplanten Gewerbezone Hunzigenau sichergestellt.

Die Lichtsignalanlagen werden neu verkehrsabhängig geregelt, was den Verkehrsfluss verbessert. In Spitzenstunden sorgt eine sogenannte Rampenbewirtschaftung auf der Einfahrtsrampe Richtung Bern dafür, dass Fahrzeuge leichter auf die Autobahn einfädeln können und sich somit die Leistungsfähigkeit des gesamten Knotens verbessert.

In den Restflächen zwischen der Autobahn und den Rampen wird eine Strassen­abwasser­reinigungs­anlage (SABA) mit einem natürlichen Bodenfilter gebaut. Sie reinigt das Wasser aus dem Abschnitt Rubigen–Kiesen.

Ausführung:  2017, eventuell noch Fertigstellungsarbeiten anfangs 2018

Anschluss Kiesen

Die Ausfahrtsspur aus Richtung Bern wird geringfügig verlängert. Im Sommer 2017 wird zudem der zum Anschluss Kiesen gehörende Kreisel Oppligen erneuert. 

Anschluss Thun Nord

Die Kreisel Heimberg und Uetendorf werden zu Turbokreiseln umgebaut, die Brücke verbreitert.

Beim Autobahnanschluss Thun-Nord gelangen die beiden Kreisel in Richtung Heimberg und Uetendorf an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Ohne einen Ausbau wäre künftig vermehrt mit Rückstau bis auf die Autobahn zu rechnen. Die Kreisel werden zu doppelspurigen «Turbokreiseln» ausgebaut und die Brücke über die A6 verbreitert. Beim Turbokreisel sind alle Kreiselzufahrten zweispurig. Bereits auf der Zufahrt wählt man je nach Fahrziel die rechte oder die linke Spur und wird beim gewählten Ziel direkt aus dem Kreisel herausgeführt. Die Turbokreisel werden so gebaut, dass sie auch mit dem Velo gut zu befahren sind. Weniger sicheren Velofahrenden steht aber auch der Gehweg zur Verfügung, der abgetrennt auf der Nordseite der Brücke angelegt wird.

In der Ausfahrtsschlaufe zum Uetendorfer Kreisel wird zudem eine Strassen­abwasser­reinigungs­anlage (SABA) mit einem natürlichen Bodenfilter realisiert. Sie reinigt das Abwasser des ganzen Abschnitts zwischen Kiesen und der Anhöhe im Kandergrienwald (Höhe Gwatt) sowie des Autobahnzubringers.

Ausführung: voraussichtlich 2019 bis Frühling 2020

Anschluss Thun Süd

Bei der Ausfahrt Thun Süd wurde der Kreisel beim neuen Stadion bereits ausgebaut. Um auch den Kreisel auf der Seite Allmendingen zu entlasten, ist ein Bypass geplant. So sollen künftig Rückstaus auf die A6 vermieden werden.

Ausführung: voraussichtlich Herbst 2018 bis Frühling 2019